Globaler Ressourcenverbrauch

Ressourcen Mine

Die ausreichende Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen (Energieträger, Wasser, Fläche,...) stellt nicht nur eine Voraussetzung für Wohlstand und eine prosperierende Wirtschaft dar, sondern ist eine Grundvoraussetzung für das Überleben des Menschen. Durch die gegenwärtige Form der Ressourcennutzung droht jedoch eine Überlastung der Tragfähigkeitsgrenzen unseres Planeten.

Inputseitig drohen durch übermäßige Ressourceninanspruchnahme eine Verknappung natürlicher Bestände nichterneuerbarer Ressourcen (z.B. Erdöl, Metalle) sowie eine Überbeanspruchung erneuerbarer Ressourcen (z.B. Fischbestände, Biomasseproduktion). Zudem werden natürliche Kreisläufe durch Emissionen und Abfälle verändert und teilweise überlastet (z.B. Klimawandel, Nährstoffkreislauf).

Die Counter auf der Startseite zeigen den bisherigen globalen Verbrauch einiger ausgewählter Ressourcen im laufenden Jahr:

Energiebedarf

Ein wichtiger Indikator für den weltweiten Ressourcenverbrauch ist der Primärenergiebedarf. Derzeit stammen etwa 87% der Primärenergie aus nicht erneuerbaren Quellen (Öl, Kohle, Gas, Kernenergie). Der Primärenergiebedarf ist in Öläquivalent (toe) angegeben: 1 toe entspricht der in einer Tonne Rohöl enthaltenen Energie. Der globale Primärenergieverbrauch hat in den letzten Jahrzehnten konstant zugenommen. Der Verbrauch lag 1970 bei 4,35 Gtoe, 1990 bereits bei 6,30 Gtoe und für 2011 werden bereits 8,55 Gtoe prognostiziert. Quelle: IEA 2010 

Erneuerbare Energieproduktion

Eine der großen Herausforderungen unserer Zeit ist der Übergang zu einer Erneuerbaren Energieversorgung. Die absolute Menge der genutzten Primärenergie aus erneuerbaren Quellen hat sich seit 1970 mehr als verdoppelt, der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Primärenergieverbrauch hat sich jedoch nicht relevant verbessert. Quelle: IEA 2010

CO2 Emissionen

Der Klimawandel gilt als eines der drängendsten globalen Umweltprobleme. Der Beitrag unterschiedlicher Treibhausgase (CO2, Methan, FCKW,...) zur globalen Erwärmung wird in CO2-Äquivalent angegeben. Die Treibhausgasemissionen haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Die weltweiten Emissionen lagen 1970 bei 14,0 Gt CO2, 1990 bereits bei 21,0 Gt CO2 und für 2011 werden bereits 29,2 Gt CO2 prognostiziert. Quelle: IEA 2010

Ressourcenentnahme

Der Indikator Ressourcenentnahme berücksichtigt sowohl energetisch als auch stofflich genutzte Ressourcen (Fossile Energieträger, Biomasse, Erze, Mineralien). Die Menge an natürlichen Ressourcen, die zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen eingesetzt wird, hat in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen. Wurden 1970 noch 26,6 Gt an natürlichen Ressourcen entnommen, so sind es derzeit mit 64,2 Gt etwa zweieinhalb Mal so viel. Quelle: Krausmann et al. 2009 

 

Wasserverbrauch

Die Landwirtschaft ist der bei weitem größte Wasserverbraucher, welcher sich für etwa 70% des weltweiten Wasserverbrauchs verantwortlich zeichnet. Der Rest wird in der Industrie (ca. 20%) und in privaten Haushalten (ca. 10%) verbraucht. Der globale Wasserverbrauch hat sich seit 1970 beinahe verdoppelt. Quelle: UNESCO, World Water Report 3

Fleischproduktion

Zur Produktion einer tierischen Kalorie müssen je nach Tierart zwischen 5 und 30 pflanzliche Kalorien verfüttert werden. Die derzeitige Form der Viehwirtschaft ist mit vielen Umweltproblemen verknüpft, wie z.B. Klimawandel, Wasserverbrauch, Flächenverbrauch, Bodenerosion, Stickstoff- und Phosphatbelastung. Die globale Fleischproduktion hat sich seit 1970 nahezu verdreifacht. Quelle: FAO World Food Outlook 2008