Urban Mining Folder - Konzeption und Erstellung eines Folders zum Thema "Urban Mining"

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Projekttitel: 
Urban Mining Folder – Konzeption und Erstellung eines Folders zum Thema „Urban Mining“.
Akronym: 
UM-Folder
Zeitraum: 
2008 - 2009
Projektdurchführung: 
RMA
Unterstützt durch: 
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)

Ziel ist, die Konzeption und Erstellung eines 16 seitigen Informationsfolders zum Thema „Urban Mining“. Um das Thema „Urban Mining“ bekannt zu machen, wird ein Folder entworfen und umgesetzt, der primär in den österreichischen Schulen und Schaubergwerken aufgelegt werden soll.

Kurzfassung

Die Untersuchung des Güter- und Stoffhaushaltes von Österreich zeigt folgendes Bild. Die massenmäßig wichtigsten Güter sind die mineralischen Materialien wie Sand und Kies und Eisen/Stahl. Sand und Kies reichern sich in der Anthroposphäre an, wie kein anderes Gut. Nur rund 10 % der eingesetzten Rohstoffe fallen als Abfall an. Der Lagerbestand von rund 3.700 Mio. t (457 t/E.a) wächst damit jährlich um 2,4 %.

Da bei den Metallen mit Ausnahme von Eisen in Österreich keine Primärproduktion mehr statt findet, konzentrieren sich die größten Stoffflüsse in Österreich auf die Güterproduktion und die Importe und Exporte. Bei vier untersuchten Metallen (Eisen, Kupfer, Zink und Aluminium) dominiert das berechnete Konsumlager gegenüber dem Deponielager klar. 36 Mio. t Eisen befinden sich in den Gebäuden, den Fahrzeugen und den Netzwerken. In Deponien lagern nur 2 Mio. t. Bei gleich bleibendem Erzabbau ist das Eisenvorkommen in Österreich in 60 Jahren erschöpft. Zu diesem Zeitpunkt werden ca. 200 Mio. t an Eisen in Verwendung sein.

Das Kupferlager wird neben den Gebäuden von Beständen in Netzwerken dominiert (jeweils ca. 0,8 Mio. t). Im Fall von Zink kann nur ein Drittel des Konsumlagers (100.000 t) Gütergruppen zugeordnet werden, wovon 80 % in Fahrzeugen vorliegen. Das Aluminiumlager (3 Mio. t) wird zu je 30 % von Fahrzeugen und Gebäuden gebildet.
Das Konsumlager der betrachteten Metalle steigt zwischen 3 % und 9 % pro Jahr. Bei den Deponielagern sind geringere Anstiege zu beobachten, sie liegen zwischen 1 % (Kupfer) und 5 % (Zink).

Eine Bewirtschaftung dieser Lager ist notwendig, um auch langfristig das Ziel der Ressourcenschonung zu erreichen. In Zukunft gilt es, diese über lange Zeiträume in die Stadt verlagerten Güter- und Stoffmengen besser zu nutzen. Die Ausbeutung von Rohstoffen im Bergbau könnte zukünftig durch die Gewinnung von Ressourcen im „Stadtbergbau“ (urban mining) zunehmend substituiert werden.

Um dieses Problem einem breiten Publikum bekannt zu machen und eine Sensibilisierung in Bezug auf dieses Thema zu erzielen wird ein Informationsfolder erstellt.