Ernährungsökologie

Fazit: 2,5 Jahre Projekt UMBESA

@ ec.europa.eu

Das von der EU geförderte, grenzüberschreitende Projekt hat zum Ziel, Großküchen bei der Implementierung eines nachhaltigen Speiseplans zu unterstützen. Das Projekt wurde mit 31.12.2014 erfolgreich beendet.

Auf der Projekthomepage umbesa.rma.at finden Sie die UMBESA-Ergebnisse als Download!

 

UMBESA - Nachhaltiger Speiseplan

Quelle: BMLFUW/Rita Newman

Ziel des von der EU im ETZ-Programm geförderten Projekts UMBESA ist es, in den teilnehmenden Großküchen konkrete Speisen und Lebensmittel auszuwählen, die in Richtung Nachhaltigkeit optimiert werden. Ein nachhaltiger Speiseplan zeichnet sich dabei durch die Berücksichtigung folgender Kriterien aus:

  • frisch gekocht statt convenient
  • regionale Lebensmittel
  • saisonale Lebensmittel
  • BIO-Qualität
  • reduzierter Fleischeinsatz

Um die nachhaltigen Speisen auf ihre ‚Großküchentauglichkeit‘ zu testen, werden diese in den Küchen probegekocht. Zudem erfolgt eine detaillierte Bewertung der Ökonomie (Kosten), Ökologie (CO2-Emissionen) und Ernährungsphysiologie der Speisen. Der Nutzen der Speiseplanoptimierung: Einsparung von Kosten und Energie sowie die Reduktion der CO2-Emissionen der Küchen.

OWA Energie – Bedeutung der Küche für die gesamten CO2-Emissionen des KH Oberwart

Ziel ist, die Möglichkeiten zu erheben, die CO2-Emissionen durch Maßnahmen im Bereich der Küche und der Patientenverpflegung zu reduzieren. Für die Energie sollen die wichtigsten Energieverbraucher in der Küche identifiziert und der Anteil des Energieverbrauchs für die Speisenzubereitung quantifiziert werden.

VERA II - Überprüfung der Effizienz und Entwicklung von bewusstseinsbildenden Maßnahmen bei der Verabreichung von Diäten im Krankenhaus Hietzing

Ziel ist es, in einer Datenerhebung festzustellen, welcher Teil der ausgespeisten Diäten tatsächlich an die Patienten gelangt. Damit werden Grundlagen für eine Steigerung der Effizienz der Ausspeisung von Diäten geschaffen und die Rahmenbedingungen der gegenwärtigen Ausspeisung aufgezeigt. Der Vergleich mit den Ergebnissen des Jahres 2008 ermöglicht eine Evalution der inzwischen durchgeführten Maßnahmen.

KomKon – Die vier Dimensionen gesunder Ernährung

Ziel ist es, das Thema Ernährung in seinen vier Dimensionen „Gesundheit“, „Soziales“, „Ökologie“ und „Ökonomie“ zu beleuchten und ihre Vernetzung untereinander darzustellen. Dieser Fachbericht wendet sich an interessierte Fachkräfte und dient als Datengrundlage zur Erstellung einer Broschüre. Diese Broschüre aber auch der Fachbericht sollen die LeserInnen für das vielschichtige Thema Ernährung sensibilisieren. Die im Fachbericht enthaltenen Erkenntnisse sollen helfen, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entscheidungen rationaler zu gestalten. Die vernetzte Betrachtungsweise ist Voraussetzung für ein reflektiertes Essen im Alltag und besonders für die Erstellung nachhaltiger, realisierbarer Ernährungskonzepte.

BIOTRANS – Unterstützung von Großküchen in der Stadt Wien

Ziel des Projektes BIOTRANS ist es, Großküchen in der Stadt Wien beim Ersatz von konventionell hergestellten Fertigprodukten durch selbst hergestellte Speisen mit biologischen Frischprodukten zu unterstützen. Dadurch soll der BIO-Anteil von Großküchen erhöht werden.

MÖVE – Möglichkeiten zur Senkung der eingekauften Lebensmittelmengen ohne Beeinträchtigung der Versorgungsqualität bei Gemeinschaftsverpflegungen

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Ziel ist es, das Bestellwesen zu ergründen und zu optimieren, wodurch Lebensmittelabfälle reduziert werden sollen sowie die Durchführung einer Bewusstseinsbildung für einen sensiblen Umgang mit Lebensmitteln zur optimalen Nutzung der Ressourcen bei Gemeinschaftsverpflegungen. Dazu werden Möglichkeiten überprüft, die eingekauften Lebensmittelmengen zu reduzieren, ohne dabei die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen oder den Qualitätsstandard zu verringern. 

VERA – Evaluation der Effizienz der Verabreichung von Diäten und deren Beitrag zum Speisedrankaufkommen im Krankenhaus Hietzing

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Ziel ist es, festzustellen, welcher Teil der ausgespeisten Diäten tatsächlich an die PatientInnen gelangt. Damit werden Grundlagen für eine Steigerung der Effizienz der Ausspeisung von Diäten geschaffen und die Rahmenbedingungen der gegenwärtigen Ausspeisung von Diäten aufgezeigt.

Möve II - Monitoring der Maßnahmen zur Senkung der eingekauften Lebensmittelmengen ohne Beeinträchtigung der Versorgungsqualität

Ziel ist es, die im Projekt MÖVE getroffenen Maßnahmen auf ihre Auswirkung der anfallenden Drankmengen zu überprüfen. Dazu wird ein Audit im Krankenhaus Hietzing geplant, überwacht und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, ob und welcher Handlungsbedarf im Hinblick auf die im Projekt MÖVE vorgeschlagenen und umgesetzten Maßnahmen gegeben ist.

TOKAR - Einfluss der eingekauften Lebensmittel auf die CO2-Emissionen von Großküchen

Projekt ToKar tomaten

Ziel ist, am Beispiel von Tomaten, Kopfsalaten, Karotten und Zwiebeln aus Österreich und Italien den Einfluss der Produktionsart, Regionalität und Saisonalität auf die CO2-Emissionen von Großküchen zu zeigen und damit Grundlagen zu schaffen, um Großküchen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Produktion zu unterstützen.